Brown Ale ist bernsteinfarben bis dunkelbraun. Erstmalig wurde der Begriff bereits im späten 17. Jahrhundert von Londoner Brauern verwendet und bezeichnete damals ein leicht gehopftes Ale, das vollständig aus braunem Malz gebraut wurde. Im Laufe der Zeit veränderte sich der Stil deutlich. Mit dem Aufkommen von hellem Malz, das günstiger und ergiebiger war, verschwand Brown Ale zeitweise fast vollständig vom Markt. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Begriff wiederbelebt, bevor sich der Stil im 20. Jahrhundert – insbesondere in Großbritannien – neu etablierte.
Heute unterscheidet man vor allem zwischen englischen und nordamerikanischen Varianten. Englische Brown Ales sind meist malzbetont, mit Aromen von Karamell, Nuss und Schokolade. Vertreter aus dem Nordosten Englands sind häufig kräftiger und nussiger, während südenglische Varianten tendenziell süßer und leichter im Alkohol sind. Nordamerikanische Brown Ales orientieren sich ursprünglich an englischen Vorbildern, sind jedoch oft trockener und stärker gehopft. Sie können zusätzlich leichte Zitrusnoten aufweisen und besitzen meist eine etwas ausgeprägtere Bittere. Typisch für Brown Ale ist ein ausgewogenes Geschmacksprofil mit moderater Hopfung und einem weichen, runden Mundgefühl. Der Alkoholgehalt liegt meist im Bereich von etwa 3 bis 6 Prozent, je nach Ausprägung des Stils.
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