Archiv der Kategorie: Biertest

ÜberQuell – Bambule Pils

Im Jahr 2022 haben die Juroren des Meininger International Craft Beer Awards: das Überquell Bambule Pils zum Kellerbier des Jahres 2022 gewählt. Daher kann ich wohl mit Fug und Recht davon ausgehen, dass mich die Verkostung dieses Bieres nicht enttäuschen wird.

Sehr hell goldfarben und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die sahnige Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Optisch ist an diesem Bier schon mal nichts auszusetzen.

Das Bier duftet frisch nach hellem Malz und floralen Noten. Außerdem meine ich, aus dem Hintergrund etwas Minze zu riechen.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße aus. Die sehr feinperlige Kohlensäure ist für meinen Geschmack allerdings etwas zu knapp vertreten. Auf der Zunge gesellt sich der Geschmack der Hefe dazu, begleitet durch eine freundliche und leichte Bittere sowie durch eine leichte Fruchtigkeit, die an Zitrusfrüchte erinnert. Das Mundgefühl ist angenehm weich. In der Kehle wird die Bittere kurz etwas kräftiger, wird dann aber schnell wieder schwächer und klingt lange nach. Parallel dazu wird das Zitrusaroma deutlicher.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Tettnanger, Polaris), Hefe

Alkoholgehalt‍:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Bittereinheiten:

38 IBU

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

ÜberQuell GmbH
St. Pauli Fischmarkt 28-32
20359 Hamburg
www.ueberquell.com

Ayinger – Frühlingsbier

Tief verwurzelt in der bayerischen Tradition und doch stets am Puls der Zeit – so möchte die Brauerei Ayinger gesehen werden. Und das nicht zu Unrecht. Seit über 600 Jahren wird in Aying unweit von München Bier gebraut, das nicht nur Regionalität, sondern bis heute auch Handwerkskunst und Innovationsgeist vereint.

Die Brauerei in Aying ist dabei weit mehr als nur ein Produktionsstandort. Sie ist ein Ort der Begegnung, an dem Bierfreunde die Gelegenheit haben, in die Welt der bayerischen Braukunst einzutauchen. Führungen durch die historischen Räumlichkeiten, Verkostungen und saisonale Events bieten einen Blick hinter die Kulissen und lassen das Herz jedes Bierkenners höherschlagen.

Von dort kommt das Ayinger Frühlingsbier, das jetzt vor mir steht, auch wenn der Frühling noch einige Zeit auf sich warten lässt. Die Flasche, die ich jetzt verkosten werde, stammt noch aus dem letzten Jahr.

Schon beim Einschenken macht das Bier mit einem strahlenden, goldgelben Farbton und seiner kräftigen Hefetrübung einen sehr guten Eindruck. Die cremige Schaumkrone ist leider eher klein, bleibt aber sehr lange erhalten.

Auch das Aroma kann mich begeistern: Ich rieche Hefe, die Noten von hellem Malz, abgerundet durch feine florale Akzente und einem Hauch von Zitrusfrüchten und Honigsüße.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße und eine angenehme Spritzigkeit aus. Auf der Zunge dominieren das Malz und die Hefe, zu denen sich eine leichte Bittere gesellt. Auch die blumigen Aromen kommen zu ihrem Recht. Das Mundgefühl ist weich, passend zum Frühling. In der Kehle ist das Bier mild, wobei die leichte Bittere erhalten bleibt und angenehm lange nachklingt.

Das Ayinger Frühlingsbier ist ein schönes Bier für die ersten warmen Tage des Jahres.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

12,8° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Brauerei Aying
Franz Inselkammer KG
Zornedinger Straße 1
85653 Aying
www.ayinger.de

Franken-Bräu Winterbier

Der Winter ist in dieser Saison mal wieder ausgefallen. Eis und Schnee blieben uns auch in diesem kalendarischen Winter versagt. Darauf hatte ich eigentlich gewartet, um das Winterbier aus Franken zu testen. Nun hat der Frühling begonnen und es ist an der Zeit, dass dieses Bier endlich wegkommt. Daher werde ich es jetzt verkosten, auch wenn die Temperaturen nicht zu diesem Bier passen.

Erst einmal gilt es zu klären, um was für einen Bierstil es sich überhaupt handelt. Zum Winter würde ja ein Bockbier passen. Die Brauerei hüllt sich in vornehmes Schweigen und schreibt auf ihrer Website von einem Festbier. Jetzt muss ich spekulieren und ich vermute, dass es sich eher um ein Märzen handelt. Das würde eher zu den 5,4 % Vol. passen, die das Bier hat und auch in Franken ist ein Märzen wahrscheinlicher. Mal sehen, was die Verkostung ergibt.

Goldgelb ist das Bier und es bildet sich eine durchschnittliche Menge gemischtporiger Schaum, der recht lange erhalten bleibt. Doch, das Bier ist hübsch anzusehen.

Es duftet nach Toffee und blumig, wodurch es eher an eine Sommerwiese erinnert als an eine verschneite Winterlandschaft. Aber es ist ja auch schön, durch den in der Hallertau angebauten Aromahopfen etwas vom Sommer in die kältere Jahreszeit hinüberzuretten.

Der Antrunk ist wenig süß und er offenbart mehr Kohlensäure als optisch erkennbar war. Zunächst steht der Hopfen im Vordergrund, das Bier ist also recht bitter, bevor sich eine feine Süße bemerkbar macht. Der Abgang ist recht trocken und das Bitter klingt noch lange nach.

Das Franken Bräu Winterbier hebt sich wohltuend aus der Masse der Winter- und Weihnachtsböcke ab. Kein Wunder, es ist ja auch ein Märzen, aber eines, das nicht nur im Winter schmeckt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Brauerei:

Franken Bräu
96268 Mitwitz
www.frankenbraeu.de

Flensburger – Strand-Lager

Die Flensburger Brauerei ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der norddeutschen Bierkultur. Mit dem ikonischen Bügelverschluss und dem „Plopp“ beim Öffnen hat die Brauerei aus dem hohen Norden Kultstatus bei ihrer Fangemeinde erlangt.

Die Flensburger Brauerei setzt seit ihrer Gründung 1888 auf traditionelle Rezepturen, reines Wasser aus der eigenen Quelle und ein klar norddeutsches Image. Heute wirkt das Sortiment von Flensburger manchmal ein wenig aus der Zeit gefallen. Während andere Brauereien mit kreativen Aromahopfen arbeiten, bleibt Flensburger vor allem beim klassischen Pils und wenigen weiteren Bierstilen wie Weizen, Radler oder Dunkel. Kritiker bemängeln, dass viele Biere aus dem Hause Flensburger einen recht uniformen Charakter haben.

Orangefarben und opalisierend läuft das Bier ins Glas. Die sich dabei bildende Schaumkrone ist recht klein, bleibt aber lange erhalten. Optisch geht das Bier schon mal in Ordnung.

Das Bier duftet angenehm nach Karamell, abgerundet durch einige würzige Noten des Hopfens. Damit passt das Aroma perfekt zum Image der Flensburger Brauerei.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge zeigt sich, dass das Lager trotz einer zurückhaltenden Hopfung auch eine freundliche Bittere zeigt. Der Körper ist schlank und das Mundgefühl weich. Wie erwartet ist das Bier auch in der Kehle mild.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Akoholgehalt:

6,2 % Vol.

Bittereinheiten:

16 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Flensburger Brauerei
Emil Petersen GmbH & Co. KG
Munketoft 12
D-24937 Flensburg
www.flens.de

BierSelect

De Meester – Retrorik Rouge

Das Retrorik Rouge, das jetzt vor mir steht, verspricht, keine Wünsche offen zu lassen. Es handelt sich um ein Imperial Stout mit 12 Volumenprozent Alkohol, das 12 Monate in Rotweinfässern gereift wurde und, nicht zu vergessen, es wurde mit Sauerkirschen gebraut. Kann da noch etwas schiefgehen? Kaum. Öffne ich also die Flasche und schenke mir das Bier ein.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas. Der wenige Schaum, der sich dabei bildet, löst sich sofort auf. Das ist zwar optisch nicht perfekt, aber stiltypisch.

Der Duft dunkler Schokolade steigt mir in die Nase, zusammen mit Aromen von Rotwein, Kirschen, Holz und Vanille. Es ist der helle Wahnsinn.

Der Antrunk ist weniger süß aus ich es erwartet habe und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge dominiert anfangs die Schokolade, aber schnell gesellt sich der Geschmack der Sauerkirschen dazu. Kurz erinnert das Bier an Mon Cherie, aber dann kommt aus dem Hintergrund der Geschmack des Rotweinfasses dazu. Stiltypisch ist eine Bittere kaum festzustellen. Das Mundgefühl ist weich und schwer. Auch in der Kehle dominieren die milden und fruchtigen Aromen.

Für mich ist das Retrorik Rouge schon fast zu komplex. Die Aromen von Porter, dem Rotweinfass der Reifung, von Kirsche und Schokolade drohen mich zu überfordern. Aber trotzdem ist dieses Bier absolut faszinierend.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Karamalz, Kirschsaftkonzentrat, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

12 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij De Meester
Nelcastraat 1D
8860 Lendelede
Belgien
www.brouwerij-demeester.be

Wieninger – Dunkles Lagerbier

Als ich 2024 in Lyon in der Jury des Concours International in Lyon saß und dort das Dunkle Lagerbier von Wieninger verkostete, gefiel es mir ausnehmen gut. In der Kategorie der Lagerbiere war es mein absoluter Favorit. Das hatte ich der Brauerei auch geschrieben, woraufhin sie mir einige Flaschen für eine Rezension schickte. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber irgendwie ist die Beschreibung dieses Biers etwas in Vergessenheit geraten, so dass ich sie erst jetzt nachhole.

Erwähnen möchte ich aber noch, dass es sich beim Wieninger Dunklen Lagerbier um ein Biobier handelt, dass also Malz und Hopfen aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. In diesem Fall handelt es sich sogar um „richtiges“ Bio von Naturland, nicht um das Bio light der EU.

Dunkelbernsteinfarben und ungefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinperlige elfenbeinfarbene Schaumkrone bleibt lange erhalten. An der Optik ist absolut nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Schokolade und gerösteten Haselnüssen, gepaart mit einer leichten Fruchtigkeit, die mich an Äpfel und Birnen denken lässt. Abgerundet wird das Aroma durch einen Hauch Karamell.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine verhaltene Süße sowie eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt die Fruchtigkeit etwas kräftiger zum Vorschein als in der Nase. Dazu kommen Schokolade und Karamell. Zusätzlich kommt eine geringe freundliche Bittere zum Vorschein. Auch in der Kehle bleibt die Bittere eher im Hintergrund. Dafür legt das Nussaroma noch etwas zu und klingt lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Helles Gerstenmalz, Münchner Gerstenmalz, Malz Karamell Palisander, Hopfen (Hallertauer Perle, Hallertauer Mittelfrüh), Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

15 IBU

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Privatbrauerei M.C. Wieninger
Poststraße 1
83317 Teisendorf
www.wieninger.de

Stiegl – Weisse naturtrüb

In Salzburg, direkt an der Grenze zu Deutschland, liegt Salzburg. Dort ist die Brauerei Stiegl beheimatet. Nicht bei schlechtem Wetter ist diese Brauerei zusammen mit ihrem Brauereimuseum einen Besuch wert. Und selbstverständlich sollten Sie auch die Biere der Salzburger verkosten. Bislang hat mich noch kein einziges Bier von dort enttäuscht. Enttäuschend ist höchstens, dass es so gut wie unmöglich ist, die Biere in Deutschland zu kaufen.

Jetzt steht das Hefeweißbier vor mir. Die Stiegl-Weisse naturtrüb wurde beim European Beer Star 2022 mit Silber ausgezeichnet und es erhielt den DLG-Preis 2024 in Gold für eine langjährige Produktqualität. Eigentlich kann mich also bei dieser Verkostung nichts enttäuschen.

Bernsteinfarben präsentiert sich das Bier im Glas. Die feste weiße Schaumkrone ist groß und bleibt sehr lange erhalten.

Aromen nach Banane und Biskuitteig, nach Nelke und Vanille steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist spritzig und er zeichnet sich durch seine stiltypische Süße sowie die feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge ist das Bier mild und fruchtig. Die Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe, spiegeln sich hier wider. Dazu kommen eine leichte Säure und der brotige Geschmack der Hefe, die den Geschmack abrunden. Erst in der Kehle kann ich eine leichte freundliche Bittere schmecken, die zusammen mit dem Geschmack der Hefe lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Bittereinheiten:

14 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Stieglbrauerei
Kendlerstraße 1
5017 Salzburg
Österreich
www.stiegl.at

Hopfenstopfer – Hefedieb

Die Brauerei Hopfenstopfer, die offiziell als „Hopfenstopfer – Häffner Bräu GmbH“ firmiert, ist eine familiengeführte Craft-Brauerei in Bad Rappenau im Norden Baden-Württembergs. Sie verbindet traditionelle Braukunst mit modernen Ansätzen und hat sich vor allem auf die Herstellung hopfenbetonter Biere spezialisiert.

Die Brauerei wurde ursprünglich als Häffner Bräu gegründet und kann auf eine lange Brautradition zurückblicken. Mit der Einführung der Marke „Hopfenstopfer“ im Jahr 2008 setzte die Brauerei auf innovative Craft-Biere, die sich durch ihre Experimentierfreude und die starke Betonung auf Hopfenaromen auszeichnen. Ziel der Brauerei ist es, handwerklich gebraute Biere von höchster Qualität herzustellen, die sich durch Kreativität und geschmackliche Vielfalt auszeichnen.

Hell goldfarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone fällt leider schnell in sich zusammen.

Das Bier duftet nach reifer Banane und Gewürznelke. Auch der Alkohol steigt mir leicht in die Nase.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße sowie eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge stehen die intensiven Fruchtaromen im Mittelpunkt, dazu kommt jetzt eine leichte Säure. Das Mundgefühl ist überraschend schwer. Der Abgang ist stiltypisch mild, wobei die Säure etwas kräftiger wird. Der Geschmack klingt sehr kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Saphir), Hefe

Alkoholgehalt‍:

5,1 % Vol.

Stammwürze‍:

12,5° Plato

Bittereinheiten‍:

15 IBU

Empfohlene Genusstemperatur‍:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Hopfenstopfer/Häffner Bräu GmbH
Salinenstraße 24
74906 Bad Rappenau
www.brauerei-haeffner.de

Haacht – Super 8 IPA

Vor mir steht jetzt das mehrfach ausgezeichnete Super 8 IPA der flämischen Brauerei Haacht. Hier die Auszeichnungen: „Super 8“ IPA gewann Silbermedaillen bei der ‚Brussels Beer Challenge‘ und den ‚World Beer Awards, 2019‘, der ‚International Beer Challenge, 2019‘ und dem ‚Meiningers International Craft Beer Award, 2019‘. Was macht dieses IPA so besonders? Während die meisten IPAs eine große Menge an Hopfen mit einem hohen Alkoholgehalt kombinieren, enthält dieses IPA lediglich 6 Volumenprozent Alkohol und mit 40 IBU verspricht es auch, nicht allzu bitter zu sein. Ob der Brauerei dies gelungen ist, will ich jetzt feststellen.

Orangefarben und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feste Schaumkrone hat einen leichten Gelbstich und bleibt sehr lange erhalten. Optisch ist das Bier einfach gelungen.

Das Bier duftet nach Grapefruit und Limonen, abgerundet durch den Duft nach Kandis und hellem Honig. Dabei bleibt immer die Fruchtigkeit im Mittelpunkt.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße sowie eine ordentliche Karbonisierung aus, die dem Bier eine angenehme Frische verleiht. Auf der Zunge kommen schnell die 40 Bittereinheiten zur Geltung. Die Bittere ist aber zu keinem Zeitpunkt so kräftig, dass sie die Süße des Malzes überdeckt. Im Gegenteil: Fruchtigkeit und Süße befinden sich jederzeit in einem ausgewogenen Verhältnis. Das Mundgefühl ist angenehm weich. In der Kehle dominiert eine milde Bittere, die durchschnittlich lange nachklingt.

Das Super 8 IPA erfüllt die Erwartungen an ein IPA, ist dabei aber vergleichsweise mild und einfach zu trinken. Die Ausgewogenheit dieses Bieres lässt die Aromen sehr schön zur Geltung kommen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Anitoxidationsmittel Ascorbinsäure

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Farbe:

12 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° Celsius

Brauerei:

Brouwerij Haacht
Provinciesteenweg 28
3190 Boortmeerbeek
Belgien
www.haacht.com

Störtebeker – Frühlings-Bock

Die Brauerei Störtebeker aus Stralsund ist bekannt für ihr umfangreiches Sortiment an Bierstilen, die kaum einen Wunsch offenlassen. Somit ist es auch kaum verwunderlich, dass es nun auch einen Frühlings-Bock von den Hanseaten gibt. Ich habe vor mir jetzt eine Flasche aus dem letzten Jahr stehen, aber Bockbier kann eine Reifung in der Flasche gut vertragen, manche Biere werden dadurch noch besser.

Orangefarben und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die sahnige Schaumkrone ist recht klein, bleibt aber sehr lange erhalten. An der Optik dieses Bieres kann ich wirklich nichts aussetzen.

Das Aroma ist malzbetont. Karamellduft steht im Zentrum, abgerundet durch einige würzige Noten des Hopfens. Der Alkohol ist in das Aroma gut eingebaut, so dass er nicht hervorsticht.

Der Antrunk kann durch seine stiltypische Süße und seine feinperlige Kohlensäure überzeugen. Auf der Zunge gesellt sich eine überraschend kräftige Bittere zur Süße. Abgerundet wird der Geschmack durch einige blumige Noten. Das Mundgefühl ist weich, was gut zum schlanken Körper des Bieres passt. In der Kehle steht eine freundliche Bittere im Vordergrund, die sehr lange nachklingt.

Der Frühlingsbock von Störtebeker unterscheidet sich deutlich vom Einbecker Maibock, steht ihm in der Qualität in nichts nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,7 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Störtebeker Braumanufaktur GmbH
Greifswalder Chaussee 84-85
18439 Stralsund
www.stoertebeker.com

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